Rückblick: der Peugeot 205 Turbo 16

Am 20. Februar 1983 brachte Peugeot den 205 als Nachfolger des Peugeot 104 auf den Markt. Mit seinem charmant-unaufdringlichen und durchdachten Auftritt eroberte der 3,70 Meter lange Kleinwagen im Löwentempo die Autowelt. Mit der Charakterisierung “unaufdringlich” hatte das Rallye-Gruppe B-Homologationsmodell des Peugeot 205 mit dem verheißungsvollen Zusatz “Turbo 16″ relativ wenig gemein.

Peugeot-205-Turbo-16

Der als Straßenversion nur 200-mal gebaute, ebenfalls bereits 1983 vorgestellte 205 Turbo 16 mit 1,8 Liter großem Mittelmotor und Allradantrieb leistete in dieser Homologationsvariante 200 PS, in der Rennversion waren es nach offiziellen Angaben 350 PS. Glaubt man den mannigfaltigen Gerüchten aus den 80er Jahren dürften es aber mehr als 500 Pferdchen gewesen sein, die im Monster-205 ihre edle Pflicht taten.

Schon beim dritten Einsatz in der Rallye-WM, der 1000-Seen-Rallye in Finnland 1984, gewann der 205 Turbo 16 seinen ersten Weltmeisterschaftslauf. 1985 holte Peugeot mit dem 205 zum fulminanten Doppelschlag aus und sicherte sich den Titel in der Fahrer- und in der Marken-WM. 1986 folgte die erfolgreiche Verteidigung des Marken-Titels.

Peugeot-205-T16-Gruppe-B

Auch deutsche Motorsport-Liebhaber konnten den Erfolg des 205 Turbo 16 erleben: Unter der Nennung der deutschen Peugeot-Zentrale in Saarbrücken starteten 1985 der Schwede Kalle Grundel und im folgenden Jahr die Französin Michèle Mouton in der deutschen Rallye-Meisterschaft und sicherten Peugeot jeweils den Titel. Nach einer Reform des Motorsportreglements und dem Ende der legendären Gruppe B schickte Peugeot den 205 Turbo 16 in die Wüste. Mit Erfolg: 1987 und 1988 siegte der 205 bei der Rallye Paris-Dakar.

Peugeot-205-T16-Gruppe-B

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[Fotos: Moritz Nolte, Peugeot]

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