Vorstellung: Audi S3 2013 (8V)

2013 wird ein sportliches Jahr für Audi. Vor allem die quattro GmbH trägt mit RS5 Cabriolet, dem RS6 Avant, dem RS 7 Sportback und dem Audi Q3 RS zu mächtig Dampf in der Ingolstädter Suppenküche bei. Und bei den etwas zivileren Vertretern, den S-Baureihen, stehen mit dem Audi S3 und dem Audi S3 Sportback die nächsten Geschosse parat.

Audi S3 VorstellungDer Audi S3 für das Modelljahr 2013 legt in seiner dritten Generation die Messlatte wieder ein Stück höher: 300 PS Leistung und 380 Nm Drehmoment stehen zu Buche. Der langhubig ausgelegte 2.0 TFSI im Audi S3 ist von Grund auf neu entwickelt. Mit seinem Vorgänger hat er nur noch den Hubraum von 1.984 cm3 gemeinsam (Bohrung x Hub 82,5 x 92,8 Millimeter). Zwischen 1.800 und 5.500 1/min stemmt der Vierzylinder konstant 380 Nm auf die Kurbelwelle. Bei 5.500 1/min liegt die Nennleistung von 221 kW (300 PS) an, die Höchstdrehzahl beträgt 6.800 Touren.

Der groß dimensionierte Turbolader ist ebenfalls eine Neuentwicklung. Er realisiert einen maximalen Ladedruck von bis zu 1,2 bar und macht das Ansprechverhalten des Motors noch spontaner. Ein im Wasserkreislauf integrierter Hochleistungs-Ladeluftkühler senkt die Temperatur der verdichteten Luft stark ab und erhöht so die zur Verbrennung nötige Luftmenge.

Audi S3 VorstellungDer Sprint von null auf 100 km/h soll in Verbindung mit der S tronic in überaus zügigen 4,8 Sekunden erledigt sein, mit dem manuellen Getriebe dauert er laut Audi 5,2 Sekunden. Die elektronisch begrenzte Spitze von 250 km/h ist wie so oft Formsache. Im Schnitt soll sich der neue Audi S3 mit der S tronic auf 100 km mit 6,9 Liter Kraftstoff begnügen (mit Handschaltung: 7,0 Liter).

Ein elektromechanischer Soundaktuator an der Stirnwand verstärkt das Motorgeräusch im Cockpit. Zudem integriert die Abgas­anlage eine Soundklappe, die in bestimmten Drehzahlbereichen öffnet und dem S3 einen kräftigen Klang verleihhen soll.

Audi S3 VorstellungDer Abgaskrümmer ist in den Zylinderkopf integriert und wird dort vom Kühlmittel umspült. Diese Lösung soll die Temperatur des Abgases senken und soll so die Erwärmung beim Kaltstart beschleunigen, wodurch der Verbrauch in der Kaltstartphase reduziert werden soll. Gleichzeitig wirkt sich dieses Konzept positiv auf den Verbrauch bei sportlicher Fahrweise aus, weil die Volllastanreicherung entfallen kann.

Serienmäßig übernimmt im neuen Audi S3 ein manuelles Sechsganggetriebe mit einem leichten Gehäuse aus Magnesium die Übertragung der Kraft. Alternativ steht die S tronic zur Wahl. Die S tronic setzt sich aus zwei Teil-Aggregaten zusammen; zwei Lamellen-kupplungen bedienen die Gänge. Die große, außen liegende Kupplung K1 schickt das Drehmoment über eine Vollwelle auf die Zahnräder der Gänge 1, 3 und 5. Um die Vollwelle herum rotiert eine Hohlwelle. Sie ist mit der kleineren Kupplung K2 verbunden, die im Inneren ihrer großen Schwester integriert liegt, und wirkt auf die Zahnräder der Gänge 2, 4 und 6 sowie auf den Rückwärtsgang. Die unteren Gänge sind der Dynamik zuliebe kurz übersetzt – wie auch beim manuellen Getriebe.

Der permanente Allradantrieb quattro ist fester Bestandteil der Kraftübertragung. Er soll dem neuen Topmodell der A3-Reihe zum entscheidenden Vorsprung vor der Zweirad-getriebenen Konkurrenz verschaffen. Das Herzstück des quattro-Antriebs ist eine elektronisch gesteuerte und hydraulisch betätigte Lamellenkupplung; für eine ausgewogene Achslastverteilung ist sie am Ende der Kardanwelle vor dem Hinterachsdifferenzial platziert.

Audi S3 VorstellungDas Handling des neuen Audi S3 gibt Audi mit den Vokabeln “präzise”, “sicher” und “nahezu neutral” an. Ein Grund für die hohe Performance ist nach Audi-Angaben die fein austarierte Verteilung der Achslasten. Die Vorderachse ist gegenüber dem Vorgängermodell um 52 Millimeter nach vorne verlagert. Der neue 2.0 TFSI wiegt über fünf Kilogramm weniger als das bisherige Aggregat und ist um 12 Grad nach hinten geneigt eingebaut. Dieses Layout resultiert aus dem Modularen Querbaukasten des Konzerns, auf dem der neue Audi S3 aufbaut.

Eine weitere Innovation im Audi S3 ist die Progressivlenkung. Die Lenkstange ist so verzahnt, dass die Übersetzung variiert – etwas indirekter um die Mittellage, sehr direkt bei starkem Lenkeinschlag.

Der mit vier Auspuffendrohren versehene neue Audi S3 rollt auf Leichtmetall-Gussrädern im Format 7,5 J x 18 mit Reifen im Format 225/40. Sie sind im S-spezifischen Fünf-Parallelspeichen-Design gehalten. Die Räder entstehen in der aufwändigen Flowforming-Technik, bei der das Felgenbett unter hohem Druck und bei hoher Temperatur über einen Zylinder ausgewalzt wird. Während die Anlage den Radrohling modelliert, verfestigt sie das Material, was eine dünne Wandstärke erlaubt – das Rad wird leichter und zugleich fester.

[Fotos: Audi]

Tags: , ,

Keine Kommentare.

Leave a Reply